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04.2026
Gips – Mineral des Jahres 2026
Ein Baustoff mit Geschichte und Zukunft: Gips wird zum „Mineral des Jahres 2026“ – und zeigt, was kreislauffähiges Bauen heute leisten kann.
Mit der Auszeichnung zum „Mineral des Jahres 2026“ rückt ein Werkstoff in den Fokus, der seit Jahrtausenden genutzt wird – und heute aktueller ist denn je: Gips. Die Initiative der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie e. V. (VFMG) stellt damit ein Mineral vor, das wie kaum ein anderes für die Verbindung von Natur, Technik und Alltag steht.
Mineralogisch betrachtet ist Gips ein Calciumsulfat mit gebundenem Kristallwasser (CaSO₄·2H₂O). Genau dieses Wasser verleiht dem Material seine besonderen Eigenschaften: Gips ist nicht nur formbar und vielseitig einsetzbar, sondern auch nahezu vollständig kreislauffähig. Durch gezieltes Erhitzen wird ein Teil des Wassers entzogen – es entsteht ein reaktiver Baustoff, der sich mit Wasser erneut verarbeiten lässt. Nach der Nutzung kann er wieder aufbereitet und in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Ein Materialprinzip, das seit Jahrhunderten funktioniert – und heute als Modell für ressourcenschonendes Bauen gilt.
Auch seine baupraktischen Qualitäten sind eng mit dieser mineralischen Struktur verbunden. Gips ist nichtbrennbar, ermöglicht hochwertige Oberflächen und lässt sich präzise verarbeiten. Eigenschaften, die ihn seit der Antike bis in die moderne Architektur zu einem verlässlichen Baustoff machen.
Für VG-ORTH ist Gips weit mehr als ein Rohstoff. Als Grundlage unserer Gips-Trockenmörtel und massiven Gips-Wandbauplatten steht er für eine Bauweise, die einfach, effizient und materialgerecht gedacht ist. Aus einem natürlichen Mineral entstehen industriell veredelte Baustoffe, die ohne komplexe Zusatzkonstruktionen auskommen und gleichzeitig hohe Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit erfüllen.
Die Auszeichnung zum Mineral des Jahres ist daher auch eine Einladung, Gips neu zu entdecken. In Museen, in Fachmedien – oder ganz konkret im gebauten Raum. Wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Dieses „Wundermineral“ prägt unsere gebaute Umwelt oft stärker, als man auf den ersten Blick vermutet.
Weitere Informationen zum Mineral des Jahres 2026 und zur Arbeit der VFMG finden sich unter: www.vfmg.de
Mehr über die industriellen und bautechnischen Anwendungen von Gips und Anhydrit bietet diese Website. Wie daraus konkrete, leistungsfähige Baustoffe entstehen, zeigt multigips.de.